Bei noch recht kühlen Temperaturen startete der Reisebus mit insgesamt 40 Teilnehmern im Norden von Mennighüffen und nach dem letzten Einstieg am Löhner Bahnhof ging die Fahrt Richtung Königswinter los, wo man die kommenden Tage im Maritim-Hotel verbrachte. Bevor jedoch eingecheckt wurde, stand noch eine Fahrt auf dem Petersberg und der Besuch der nach wie vor beeindruckenden Chorruine des ehemaligen Zisterzienserklosters Heisterbach auf dem Programm. Zum Ende ein kurzer Kennenlernen-Stadtrundgang durch Königswinter und nach dem Einchecken wartete bereits das Abendessen auf die Gruppe.
Gut gefrühstückt startete die Reisegruppe zur Vulkaneifelfahrt und hier zum ersten Ziel: Die Erlöserkirche Gerolstein. Diese als 100. und letzte vom Berliner-Kirchbauverein finanzierte evangelische Erlöserkirche wurde in den Jahren 1911-1913 erbaut und von Kaiser Wilhelm II persönlich eingeweiht. Der beeindruckende Zentralbau im neo-romanischen Baustil mit einem Bildprogramm aus ca. 24 Millionen Mosaiksteinen in seinem Inneren hat unjd muß absolut jeden begeistern. Danach ging es weiter in der Vulkaneifel zu den schönen und vielfältigen Dauner Maaren. Maare, vulkanischen Ursprungs mit oder ohne Wasser, sind Zeitzeugen und offenbaren die Kraft der Natur. Der heutige Tagesabschluß führte uns in eine der wenigen in Deutschland noch aktiven Glockengießereien, wo wir durch eine sehr interressante Demonstration und Werksführung mehr über das Handwerk erfahren durfte. Übrigens: Die Petersglocke im Mindener Dom wurde von diesem Unternehmen u.a. hergestellt. Zurück im Hotel haben die meisten nach dem Abendessen noch die laue Sommernacht genossen.
Am nächsten Tagen stand einer der Highlights, der Geysir, auf dem Tagesprogramm. Wir sind zunächst nach Andernach gefahren, wo uns im Museum ein Film über die Entstehung der Vulkaneifel gezeigt wurde und wer mochte konnte dann einen Rundgang durch das tolle Museum unternehmen und dass ein- oder andere näher unter die Lupe nehmen. Anschließend ging es mit dem Schiff ab Andernach durch die romantische Landschaft des Mittelrheintales zur Halbinsel Namedyer Werth. Nach einem kurzen Fußweg erreichten wir die Ausbruchstelle des weltweit höchsten Kaltwassergeysirs. Seine Fontaine schießt bis zu 60m in die Höhe. Im Anschluss ging es wieder mit dem Schiff zur Anlegestelle und zu unserem Reisebus zurück. Nächstes und letztes Ziel für heute war die Benediktinerabtei Maria Laach. Die dreischiffige, doppelchörige Pfeilerbasilika mit zwei Querhäusern und sechs Türmen ist das Herzstück der Klosteranlage Maria Laach und gilt als eines der schönsten und besterhaltenen romanischen Baudenkmälern des Landes. Zu den Besonderheiten zählen die unterirdische Krypta und die Vorhalle, das sogenannte „Paradies“. Es leben aktuell noch etwa 20 ältere und ein jüngerer Mönch im Kloster. Ein beeindruckender, sehr informativer und schöner dritter Tag auf unserer Reise.
Am letzten Tag, nach einem nochmals sehr gutem Frühstück und dem Koffer verladen, führte uns direkt zum Drachenfels (Höhe ca. 321m) im Siebengebirge, wo wir zunächst mit der Zahnradbahn bis ganz nach oben gefahren sind und eine wunderbare Aussicht über das schöne scheinbar endlose Rheintal geniesen konnten. Hiernach ging es wieder mit der Zahnradbahn hinunter, aber nur auf halber Höhe wo wir das faszinierende, sehr gepflegte und gut erhaltene Schloß Drachenburg besichtigen konnten. Ein echtes Juwel am Rhein, eine prachtvolle Villa aus dem 19. Jahrhundert, die aussieht wie eine mittelalterliche Ritterburg. Hoch über dem Rhein gelegen, beeindruckt sie mit ihrer märchenhaften Architektur, dem weitläufigen historischen Schloßpark und einem atemberaubendem Blick über das Siebengebirge. Ein wirklich schöner, wenn auch etwas anstrengender letzter Reisetag und mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen wurde die Heimreise angetreten






